Was man über Pomade wissen sollte

Pomade? Dieses glänzende Zeug, das mein Opa schon benutzt hat?

Wenn man über Pomade spricht, stelle ich häufig fest, dass so gut wie jeder schon mal von Pomade gehört hat. Selbst benutzt haben es aber die Wenigsten. Pomade war schon in den 1920ern ein gern benutztes Pflege- und Stylingprodukt. Spätestens in den 1950ern erlangte die Pomade durch Elvis Presley Kultstatus. Während sich die Pomade in den USA nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, ist die gute alte Pomade im europäischen Raum ein bisschen in Vergessenheit geraten. Nachdem sie hierzulande eine Zeit lang so gut wie gar nicht anzutreffen war, feiert die Pomade in den letzten Jahren ein echtes Revival.

 

Aber was genau kann man sich unter einer Pomade vorstellen? Wenn Du mich fragst, sollte eine gute Pomade vor allem 2 Eigenschaften haben: Sie sollte einen hohen Glanz bieten und zu einem glatten, ordentlichen Look verhelfen. Pomade ist ein Stylingprodukt, das Halt bieten und auffallen soll. Vor allem bei Frisuren wo ein Kamm zum Einsatz kommt, bist du mit Pomade goldrichtig. Bekannte Beispiele sind der klassische Seitenscheitel, Slickback oder Pompadour. Im Gegensatz zu Gel härtet Pomade nicht aus. Das Haar bleibt weich und jederzeit formbar. Weil Pomade nicht gleich Pomade ist und sich über die Zeit weiterentwickelt hat, müssen wir verschiedene Pomaden in unterschiedliche Kategorien einsortieren.

Weil Pomade nicht gleich Pomade ist

 Ursprünglich wurde Pomade in 2 Kategorien unterteilt:

 

  • Ölbasierte Pomade
  • Wasserbasierte Pomade

 

Ich möchte hier noch eine dritte Kategorie mit aufnehmen:

 

  • Unorthodox-Wasserbasierte Pomade

Ölbasierte Pomade

Pomade für jeden Halt. O'Douds Traditional
Pomade für jeden Halt. O'Douds Traditional

Die klassische Variante der Pomade ist die ölbasierte Pomade. Traditionelle Pomaden sind super glatt und in allen möglichen Härtegraden erhältlich. Diese reichen von sehr weich bis super hart. Bei den stärksten Pomaden, die es zu kaufen gibt, handelt es sich um ölbasierte Pomade. Ölbasierte Pomade kann wirklich unglaublichen Halt bieten und erinnern in ihrem brettharten Styling eher an Gel als Pomade.

 

In den meisten Fällen ist der Grundbestandteil einer ölbasierten Pomade entweder Petroleum oder Vaseline. Beide Stoffe sind Nebenerzeugnisse der Erdölindustrie und haben die Eigenschaft wasserunlöslich zu sein. Einige moderne Pomaden kommen jedoch ohne diese Inhaltsstoffe aus: Unter anderem findet man bei O'Douds oder Anchors Hair Company ölbasierte Pomaden die frei von Petroleum oder Vaseline sind. Die Wasserunlöslichkeit von Petroleum oder Vaseline hat zur Folge, dass es unter Umständen schwer sein kann ölbasierte Pomade aus dem Haar zu bekommen. In diesem Fall ist mehrmaliges Waschen mit Shampoo erforderlich. Wenn selbst mehrmaliges Waschen nicht weiterhilft, kann immer noch auf ein spezielles Pomadeshampoo zurückgegriffen werden. Bei Anwendung wird das Haar nicht nur von der Pomade befreit, sondern auch von vielen nützlichen Ölen und der natürlichen Schutzschicht von Haar und Kopfhaut. Aus diesem Grund würde ich möglichst auf diese Art von Shampoo verzichten. Ob die Wasserunlöslichkeit von ölbasierter Pomade eine negative oder positive Eigenschaft liegt im Auge des Betrachters. Die Rückstände der Pomade nach dem Waschen ermöglichen ein Styling mit einer deutlich geringeren Menge an weiterer Pomade. Dies wird Build-Up genannt. Pomadefans mögen diese Eigenschaft.

 

Ein Nachteil von ölbasierter Pomade ist die sogenannte Pomadeakne. Wird zu viel Pomade verwendet oder nicht richtig abgewaschen, kann es nach einiger Zeit zum Verstopfen der Poren auf der Kopfhaut kommen. Infolge dessen wird bei einigen Menschen Pomadeakne ausgelöst. Besitzt man sehr sensible Haut oder neigt zu Akne würde ich von klassischer Pomade Abstand nehmen. Hier sind vor allem wasserbasierte Pomaden eine echte Alternative.

Wasserbasierte Pomade

Die Nachteile der ölbasierten Pomade haben Dich abgeschreckt? Kein Problem, wasserbasierte Pomade ist deutlich anwenderfreundlicher. Wasserbasierte Pomade müssen wir nochmal in 2 Unterkategorien aufteilen: Wasserbasierte Pomade und Unorthodox-Wasserbasierte Pomade.

Eines vorneweg: Wasserbasierte Pomade lässt sich superleicht auswaschen. Wasser alleine reicht schon, um das Haar rückstandslos von der Pomade zu befreien. Du brauchst Dir also keine Sorgen machen und der Aufwand ist deutlich geringer.

 

Vom Styling lässt sich wasserbasierte Pomade am ehesten mit Gel vergleichen. Wasserbasierte Pomade härtet nach dem Styling aus. Die Haare bleiben anschließend fest an ihrem Platz. Sollte sich doch einmal eine Strähne lösen, benötigt man z.B. einen nassen Kamm um die Haare erneut formbar zu machen. Das ist der größte Nachteil von Pomade auf Wasserbasis. Wer Pomade kauft, möchte keine starre Frisur, sondern einen glänzend, formbaren Look. Wasserbasierte Pomade kann diese Kriterien nur bedingt erfüllen.

 

Unorthodox-wasserbasierte Pomade

Jetzt aber zu meiner Lieblingskategorie von Pomade, der unorthodox-wasserbasierten Pomade.

Die neuste Generation der Pomade verbinden die Vorzüge einer klassischen Pomade mit denen einer wasserbasierten. Wenn wir an ölbasierte Pomade zurückdenken, erinnern wir uns an das Problem der Wasserunlöslichkeit. Unorthodox-wasserbasierte Pomaden haben diesen Nachteil nicht. Sie lassen sich superleicht auswaschen. Man braucht sich also keine Sorgen um stundenlanges Haare waschen oder eine fettige Kopfhaut zu machen.

Denken wir hingegen an wasserbasierte Pomade zurück, so ist der größte Nachteil das Aushärten nach dem Styling. Durch das Aushärten fühlt sich wasserbasierte Pomade eher wie Gel an. Ein echtes K.O.-Kriterium für Pomadefans. Unorthodox-wasserbasierte Pomade hingegen verhält sich so, wie man es von einer klassischen Pomade kennt: Die Pomade härtet nicht aus, bleibt jederzeit formbar und weich.

Außerdem besteht unorthodox-wasserbasierte Pomade zumeist aus natürlichen und gesunden Inhaltstoffen. Ein weiterer Pluspunkt für diese Pomade.

 

O'Douds Multi-Purpose Pomade
Eine unorthodox-wasserbasierte Pomade: O'Douds Multi-Purpose Pomade
O'Douds Multi-Purpose Pomade
Cremig-weich in der Konsistenz und ausgestattet mit einem angenehmen Zedern-Zitrus-Duft.

Für wen ist Pomade geeignet?

Pomade kann wirklich jeder benutzen, der einen glatten und glänzenden Look erzielen will.

Pomaden unterscheiden sich hinsichtlich Glanz, Halt und Duft wirklich deutlich. Auch jemand, der eher auf einen matteren Look mit starkem Halt steht, wird genauso die passende Pomade finden, wie jemand der nach hohem Glanz und leichtem Halt sucht.

Meiner Meinung nach, macht Pomade auf dickem und längerem Haar den besten Eindruck. Ob die Haare glatt, gewellt oder lockig sind, ist völlig egal. Eine gute Pomade sollte jede Haarstruktur gebändigt kriegen. 

Vorsicht ist bei dünneren Haaren geboten: Wer bei dünnen Haaren zu viel Pomade benutzt, läuft Gefahr, einen fettigen, ungepflegten Eindruck zu hinterlassen. Daher sollte man vorsichtiger dosieren. Denn auch bei Pomade gilt: Weniger ist manchmal mehr. 

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